#1

weniger Vögel durch Insektenverluste

in Tiere 03.03.2018 08:07
von Birke • Rabattenstylist | 1.120 Beiträge

Der Falke schreibt im Sonderheft 2017, dass es durch mechanische Eingriffe zu enormen Insektenverlusten kommt.
Der Einsatz herkömmlicher Scheiben- und Kreiselmäherwerke wurde die Heuschreckenzahl um
92% reduziert. (Auf 100ha wurden 0.4 Tonnen Heuschrecken und deren Larven vernichtet.)
Natürlich werden auch andere Insekten getötet, in der Studie wurden nur Heuschrecken ausgezählt.
51% der Amphibien werden durch die Mahd getötet.
Weniger schädlich sind die alten langsamer fahrenden Balkenmähwerke.

Diese Studie möchte keineswegs die Schädlichkeit von Glyphosat und Neonicotinoide verharmlosen.


Wer sich für Neonicotinoide interessiert:
http://newsletter.umweltinstitut.org/m/7...645721e48151475


Garten heißt nicht nur Frühjahrsblühen und Sommerpracht,sondern heißt vor allem: die tägliche Ankunft des Unvermuteten.
Jürgen Dahl



Klimazone 7a
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#2

RE: weniger Vögel durch Insektenverluste

in Tiere 03.03.2018 18:59
von Dauerblüher • Hängemattentester | 2.151 Beiträge

Dieses Thema beschäftigt mich auch schon länger und ich habe mich bei Campact e.V. an vielen
Unterschriftensammlungen beteiligt.
Minister Schmidt hat sich mit seiner eigenmächtigen Handlung in Brüssel nicht gerade mit Ruhm bekleckert!
Viele waren empört über diese Abstimmung und dessen Folgen.


Liebe Gartengrüsse Sylvia
Klimazone 7a

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#3

RE: weniger Vögel durch Insektenverluste

in Tiere 03.03.2018 19:29
von Nostalgie • Moderatorin | 4.951 Beiträge

Leider tragen da nicht nur die ausgebrachten Pflanzenschutzmittel und die überdimensionierten Maschinen die Hauptschuld - viel schlimmer sind die blütenlosen Monokulturen.
Hier in unserer Gegend wird ja viel Milchwirtschaft betrieben - aber es ist ein Trauerspiel, wenn man diese sogenannten Wiesen betrachtet. Da wird ein eiweißreiches Einheitsgras gesät, das eine gute Milchleistung begünstigen soll. In diesen Wiesen wächst nur dieses Gras, das natürlich nie zur Blüte kommt - schon anfangs Mai erfolgt der 1. Schnitt und darauf folgen in einer Saison bis zu 8 Schnitte, zwischen denen dann Jauche und/oder Kunstdünger ausgebracht wird. Auf solchen Flächen kann sich kein Insekt halten. Und dort, wo keine Wiesen stehen, gibt es hauptsächlich Mais, der natürlich auch nicht grade insektenfreundlich ist.
Es werden zwar öfter an den Rändern Blühstreifen für die Insekten gesät - das ist aber eine reine Augenauswischerei. Diese Blühstreifen findet man nämlich fast nur neben Straßen - macht ja einen guten Eindruck, führt aber dazu, dass die wenigen Insekten dann auch noch an den Windschutzscheiben landen. Viel mehr würde es bringen, wenn die Blühstreifen an den von den Straßen entfernten Rändern gesät würden - aber da sieht ja keiner, wie umweltfreundlich hier gehandelt wird.
Genau aus diesem Grund hätte ich mir die Jamaika-Koalition gewünscht - in der Hoffnung auf einen grünen Landwirtschaftsminister, der da mal aufräumt. Hätte wahrscheinlich aber eh nix genützt.
Dabei wären die Bauern über Zuschüsse so leicht zu steuern! Für einen ordentlichen Zuschuss würden sie sogar Brennnesseln anbauen!
Irgendwann muss doch die Regierung begreifen, dass ein Umdenken dringendst erforderlich ist.


"Düfte sind die Gefühle der Blumen"
- Heinrich Heine -

LG
Nostalgie
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#4

RE: weniger Vögel durch Insektenverluste

in Tiere 03.03.2018 20:07
von Birke • Rabattenstylist | 1.120 Beiträge

Ja, genau- das kommt zu allen Problemen dazu.
Leider regiert Geld die Welt
und nur durch Druck bewegen sich Politiker. Von den Grünen erwarte ich nichts mehr.


Garten heißt nicht nur Frühjahrsblühen und Sommerpracht,sondern heißt vor allem: die tägliche Ankunft des Unvermuteten.
Jürgen Dahl



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#5

RE: weniger Vögel durch Insektenverluste

in Tiere 04.03.2018 14:46
von gretel1 • Supermoderatorin | 10.879 Beiträge

Bei vielen Politikern habe ich den Eindruck, daß sie den Blick auf die Realität verloren haben, in jeder Hinsicht und anscheinend nicht fähig sind, die Probleme in unserm Land anzugehen, geschweige denn, sie zu lösen.

Was die Natur, die Insekten, die Vögel usw. angeht, müssen/können wir halt selber schauen, unsere Gärten entsprechend zu gestalten, daß sie Oasen für unsere Tierwelt sind, um wenigstens ein bißchen auszugleichen.


LG
Barbara
Klimazone 8a NRW
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#6

RE: weniger Vögel durch Insektenverluste

in Tiere 04.03.2018 17:32
von Nostalgie • Moderatorin | 4.951 Beiträge

leider sind da unsere Gärten nur der berühmte Tropfen auf den heißen Stein - aber wenigstens diesen Tropfen sollten wir tatsächlich auch beitragen.


"Düfte sind die Gefühle der Blumen"
- Heinrich Heine -

LG
Nostalgie
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#7

RE: weniger Vögel durch Insektenverluste

in Tiere 04.03.2018 18:28
von Birke • Rabattenstylist | 1.120 Beiträge

Hoffen wir, dass noch einmal der David (Garten und Naturfreunde) gegen den Goliath (Lobbyismus) gewinnen möge.


Garten heißt nicht nur Frühjahrsblühen und Sommerpracht,sondern heißt vor allem: die tägliche Ankunft des Unvermuteten.
Jürgen Dahl



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#8

RE: weniger Vögel durch Insektenverluste

in Tiere 17.03.2018 08:41
von Birke • Rabattenstylist | 1.120 Beiträge

Heute früh im Radio über Vogelsterben und Neonikotinoide :
https://www.mdr.de/kultur/radio/ipg/send...c-4cd383ea.html


Garten heißt nicht nur Frühjahrsblühen und Sommerpracht,sondern heißt vor allem: die tägliche Ankunft des Unvermuteten.
Jürgen Dahl



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#9

RE: weniger Vögel durch Insektenverluste

in Tiere 18.03.2018 12:24
von Krümmelmoster • Gewächshausputzer | 235 Beiträge

Schön das es hier so ein heißes Thema auch gibt.
Leider regieren die Lobbyisten und Wirtschaftsbosse bei uns, Politiker sind nur noch überbezahltes Beiwerk.😤
Ich empfinde das es in Deutschland besonders schlimm ist, ich habe viel im Ausland gelebt, wer mal länger im Burgund war (obwohl dort die Reben gespritzt werden)oder auch England dem fällt der Unterschied an Insekten und Vogelpopulation massiv auf, dort werden zb auch zwischen den Feldern und Weiden die Hecken als Begrenzung und Windschutz gelassen, als Nistplatz und Insektenweide unerlässlich.....
Ich arbeite als Podologin, viel im Außendienst hier über Land, ich finde es schlimm das zb junge Paare oft bauen oder Häuser übernehmen, den vorhandenen Garten platt machen und Steingärten mit Buchs und Eibe anlegen.
Grauer Kies ist wohl sehr dekorativ !!!
Der Trend nimmt leider zu, soviel Arbeit machen Staudenbeete oder Bienen Rosen eigentlich nicht.
Ich füttere mittlerweile ganzjährig ein gutes Mischfutter von Pauls Mühle, (darf ich das Schreiben ?)mit Mehlwürmer etc und gerade im Frühjahr sind die Standorttreuen Meisen und Spatzen und Kleiber zur Brut die Hauptgäste.
Jeder der einen Garten hat, hat die Möglichkeit im kleinen was beizutragen, sonst wäre es wahrscheinlich noch schlimmer !
Ich habe hier letztes Jahr 3 Buddleja Ellens Blue gepflanzt, von Admiral bis Schwalbenschwanz war plötzlich alles wieder vorhanden, Kleinvieh macht auch Mist !!!🤗

zuletzt bearbeitet 18.03.2018 12:29 | nach oben springen

#10

RE: weniger Vögel durch Insektenverluste

in Tiere 18.03.2018 17:11
von zwerg drache • Supermoderatorin | 7.058 Beiträge

Jeder kann mit wenigen Mitteln den Garten insektenfreundlicher gestalten. Selbst ein Samentütchen mit einfachblühenden Sommerblumen wie Cosmos helfen den Insekten und Vögeln(Samen). Bei Stauden muß es nichts ausgefallenes sein. Lavendel, Rudbeckia, Helenium werden gern angeflogen. Liatris, einfachblühende Dahlien sind auch beliebt. Alles Pflanzen, die keine besonderen Ansprüche stellen außer Sonne.
Ein Problem der deutschen Landwirtschaft sind die Preise. Solange wir in D so wenig für Lebensmittel ausgeben, wird sich wenig ändern. Sinnvolle Randstreifen, Monokultur und Massen an Fleisch fördern die Eintönigkeit in der Landwirtschaft. Gerade Frankreich ist ein gutes Beispiel für angemessene Preise für Lebensmittel. Gerade dort kaufen die Verbraucher bewußt ein.


LG
zwerg drache
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