Guten Morgen!
Alena hat hier bereits die sogen. "Tibet-" oder "Bergorchidee" Pleione limprichtii und deren nahe Verwandte Pleione bulbocodiodes eingeführt.
Unten ist die dritte im Bunde unter den Bergorchideen, bei denen man in unseren Breitengraden eine Freilandkultur wagen kann, Pleione formosana:

Alle Pleionen sind nur bedingt winterhart. Ich selbst kultiviere die hier genannten drei Arten seit Ende der 90er Jahre ganzjährig im Freiland ohne grössere Probleme. Unabdingabr ist ein geschützter Standort, eine gute Kälteabdeckung und darüber zusätzlich eine Abdeckung gegen Nässe, z.B. durch eine aufgelegte Glasscheibe, ein Stück Luftnoppenfolie o.ä..
Wer ganz sicher gehen will, holt die Bulben zum Überwintern ins Haus (kühl, d.h. um 0°-5°, trocken, dunkel). Die Entnahme im Herbst ist problemlos, da die in der abgeschlossenen Vegitationsperiode gebildeten Wurzeln nicht mehr benötigt und ohnehin entfernt werden. Problematischer könnte eher das Auspflanzen im Frühjahr werden: bei dieser Art findet keine Wurzelteilung statt. Das bedeutet, dass beschädigte Wurzel nicht mehr nach- oder weiterwachsen. Da die Wurzelbildung im zeitigen Frühjahr beginnt, noch vor Ende der Frostperiode, muss man bei einem späteren Aussetzen darauf achten, dass die neuen Wurzeln dabei nicht beschädigt werden.
Pleionen sind starke Zehrer: sie vertragen und benötigen im Vergleich z.B. zu den Frauenschuh-Arten stärkere und regelmäßige Düngergaben. Sie vermehren sich sehr gut und die Blüte ab Ende April/Mai dauert rd. 4-5 Wochen. Auf eine sehr gute Drainageschicht unter der nur etwa 10cm starken Substratschicht sollte geachtet werden.
LG Wolfgang