mosche hat übrigens recht. Diese Art von Pappeln wird keine hunderte von Jahren alt.
Hier ein Link, warum die jetzt nach und nach gefällt werden und warum das auch gut so ist:
http://www.floraweb.de/neoflora/handbuch...canadensis.html
Die Hybridpappel war nach dem Krieg für die Bauern und Barone so eine Art Nebenbroterwerb. So wie heute der ewige MAis. Nur weniger einträglich.
Das Holz konnte schnell geerntet werden (20 Jahre) > Zellstoff- und Sperrholzindustrie,
und nebenbei hat sie das Grundwasser gesenkt. Mit ihren über 30 m reichenden Wurzeln hat sie alles leergesaugt, was im Frühling zu Staunässe neigte.
Am Rhein hatte man über Jahrhunderte die Auwälder abgeholzt, die freiwerdenden, weiter oben liegenden Flächen, die nicht zu lange unter Wasser standen, konnten die Bauern auch mithilfe dieses Baumes nutzen.
Schaut mal, wie wunderschön der heimische Verwandte dieser Hybridpappeln war, bevor sie verdrängt wurde (kann quasi als ausgestorben gelten)
Schwarzpappel
Sieht doch aus, wie von Caspar David Friedrich gemalt...
Manchmal steht so ein eichenstarkes Exemplar an kleinen Flüssen mitten auf dem Acker und man wundert sich, warum der Bauer den nicht auch gerodet hat. Wenn man näher rangeht, hängt dann ein Schildchen 'Naturdenkmal' dran. Habe ich schon ab und zu mal gesehen.
Schade drum. Nu finden wir die (Mit-)Ursache ihres Verschwindens schon schön, nur weil wir garnicht mehr wissen, wie es in einer Flußaue eigentlich auszusehen hat.