Gerade brachte die ARD einen ausführlichen Bericht über die Schnittrosenzucht in Kenia - mir ist übel !
Ich hatte zwar letzt einen kurzen Artikel darüber gelesen, aber dieser Filmbericht darüber ist etwas anderes.
Es sind etliche Rosenzüchter an dem Projekt beteiligt, allen voran die Firma Kordes. Die Kommentare des Firmenchefs und seines Sohnes fand ich absolut Menschenverachtend....wie das gesamte Projekt.
Außer dieser Arbeit gibt es für die Menschen der Region keine, also nehmen sie sie an, die Jobs sind begehrt.
Die Arbeitsbedingungen dort und der Lohn dafür spotten jeder Beschreibung, die Lebensverhältnisse der Menschen und Umweltverschmutzung ebenso.
9 Stunden täglich wird dort von den Arbeitern gespritzt, Pestizide der Giftigkeit I bis IV - Schutzkleidung ? Einfaches Regenzeug. Warnschilder am Eingang der Gewächshäuser weisen darauf hin, aber es werden keine stundenlangen Pausen zwischen den Spritzungen eingehalten, es wird weiter gearbeitet.
Ein paar Meter weiter ernten Frauen, ohne imaginäre Schutzkleidung, die Rosen.
Verdienst : 22 - 32 euro im Monat.
Die kontaminierten Abwässer fließen ungehindert / ungefiltert zwischen den Wohnblocks der Arbeitersiedlung hindurch und verseuchen u.a. den nahen See.
Schaut hier :
http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/c...Rosen+aus+kenia
Produkte, die unter solchen Arbeits- und Lebensbedingungen hergestellt werden, gehören boykottiert !
Ich weiß, neben den Rosen aus Kenia gibt es noch viele andere Produkte aufzulisten.
Mich kotzt diese Billig-Billig und Geiz ist Geil- Mentalität mittlerweile total an.
Mir ist schlecht und mir fallen im Moment keine geeigneten Formulierungen mehr ein.