Düngung
Rosen brauchen für ein gesundes Wachstum ausreichend Nährstoffe. Bei einer Unterversorgung der Rose kommt es zu Kümmerwuchs und damit blüht sie auch weniger. Das größere Übel ist eine Überversorgung der Rose mit Nährstoffen. Bei einer "übermästeten" Rose sind die Triebe und Blätter sehr weich und sie fällt leicht Pilzerkrankungen und den ersten starken Frösten zum Opfer. Ein zuviel an Dünger kann gerade auf sandigen Böden leicht ausgewaschen werden und der Dünger findet sich im Grundwasser wieder.
Die Düngerart ist eine persönliche Entscheidung. Ob organische/biologische oder mineralische/chemische Dünger eingesetzt werden sollen, muß jeder für sich entscheiden.
Die Düngermenge richtet sich nach dem Gartenboden. Lehmige/tonige Gartenböden haben den Vorteil, schon viele Nährstoffe zu enthalten und diese auch gut speichern zu können. Sandige Böden enthalten weniger Nährstoffe und können Dünger schlechter festhalten. Deshalb ist es gerade auf Sandböden sehr wichtig, eine kleine Menge Dünger zu geben, aber dafür einmal öfter.
Beim Düngen ist auf eine harmonische Düngung zu achten. Das heißt, dass alle nötigen Nährstoffe gedüngt werden, die die Rose braucht. Am leichtesten ist es, einen fertigen Rosendünger zu verwenden. Auf der Packungsrückseite stehen die Düngemengenangaben für unterschiedliche Böden. Bitte diese unterschiedlichen Mengen auch einhalten.
Die erste Düngung erfolgt im März/April, wenn der Boden nicht mehr gefroren ist. So kann die Rose auch den Dünger aufnehmen.
Eine zweite Düngung erfolgt Ende Juni, wenn die Rosen das erste Mal fast verblüht sind. Bei chemischen Düngern ist darauf zu achten, dass kein Dünger auf den Rosenblättern kleben bleibt, da es sonst schnell zu Blattverbrennungen kommen kann.
Ab Mitte Juli sollte nicht mehr gedüngt werden, da sonst die Rosentriebe nicht mehr ausreifen können und die Rosen dem Frost zum Opfer fallen können. Um ein Ausreifen der Rosentriebe zu fördern, kann ab Ende Juli bis Mitte August mit schwefelsaurem Kali gedüngt werden.
Bei Kompostgaben im Garten ist darauf zu achten, dass die Düngemenge reduziert wird, da Kompost auch reichlich Nährstoffe enthält.
Rosen brauchen einen bestimmten ph-Wert, um sich wohl zu fühlen. Dieser sollte um 6 liegen. Eine ph-Wertänderung im Gartenboden wird über eine Kalkung des Bodens im Winter erreicht. Auch hier gilt wieder, dass Sandböden öfters gekalkt werden sollten als lehmige Böden. Wer den ph-Wert seines Gartenbodens nicht kennt, sollte ihn untersuchen lassen. Häufig werden in Gartencentern im Frühjahr kostenlose ph-Wertmessungen vorgenommen.
Angeraten wird Sandböden alle 2-3 Jahre zu kalken und Lehmböden alle 4-5 Jahre. Ich würde nicht nur nach diesem Schema gehen, sondern nach der ph-Wertanalyse. Kalk ist kein Dünger im üblichen Sinn. Er bewirkt ein harmonisches Verhältnis der Nährstoffe untereinander und ist für den ph-Wert im Boden zuständig.
Auf den Düngerpackungen stehen immer Inhaltsangaben. Was bedeuten sie und was bewirken Stickstoff, Phosphor und Co?
Wir kennen alle N-P-K mit den Zahlenangaben. Das zeigt die Menge an Stickstoff, Phosphor und Kalium in der Packung an.
Stickstoff- bewirkt das Pflanzenwachstum, grüne Blätter, ein Mangel kann zu gelben Blättern umd Blindtriebigkeit führen (dem Trieb fehlt die Terminale).
Phosphor - ist mit für die Blütenbildung zuständig, ein Mangel führt aber auch zu Wachstumsstörungen.
Kalium - Kaliummangel bewirkt weiches Pflanzengewebe, Wurzeln wachsen schlechter, Blütenmenge und Ausfärbung der Blüten, Vitalität der Pflanze
Ein guter Dünger hat auch sehr viele Spurennährstoffe. Die Spurenelemente mit den Hauptnährstoffen zusammen bewirken ein optimales Zusammenspiel der einzelnen Elemente und damit eine optimale Versorgung der Rose. Fehlt ein Wirkstoff, kann es an der Pflanze zu Mangelerscheinungen führen.
Wichtige Spurennährstoffe sind:Bor(B), Kupfer(Cu), Eisen(Fe), Mangan(Mn), Molybdän(Mo), Zink(Zn), Magnesium(Mg)
Das bekannteste Spurenelement ist das Eisen - ohne Eisen gibt es keine grünen Blätter.
Düngung von Rosen in Töpfen
Da Rosen in Töpfen nur ein bestimmtes Erdvolumen und damit nur eine begrenzte Menge Nährstoffe zur Verfügung haben, ist hier eine ausgewogene Nährstoffversorgung besonders wichtig.
Im Frühjahr sollte auch hier eine Grundversorgung mit einem Rosendünger erfolgen. Die Menge ist davon abhängig, ob die Rose gerade frische Erde erhalten hat.
Ab dem vollen Entfalten der ersten Blätter würde ich einmal pro Woche zusätzlich flüssigen Dünger dem Gießwasser zufügen. Auch hier gilt, die Topfrosen ab Mitte Juli nicht mehr düngen.
Rosenstärkung
Es gibt viele Mittel, die zur Stärkung der Rose beitragen.
Stärkungsmittel sorgen für ein festeres Pflanzengewebe und können so den Befall mit Krankheiten mindern.
Wir arbeiten seit Jahren mit Stärkungsmitteln und möchten sie nicht mehr missen. Wir bringen sie über das Blatt aus.
Aber auch Pflanzenbrühen wie Schachtelhalm und Beinwell stärken die Pflanzen. Die Brühe ist leicht selbst hergestellt. Die Pflanzenteile ohne Samenstände für ca. 5Tage in Wasser einweichen, abseihen und verdünnt gießen. Vorsicht!!! Derartige Brühen stinken. Für empfindliche Nasen gibt es Schachelhalmextrakt auch in Pulverform zu kaufen.
LG
Katrin